Kompostbeschleuniger selber machen!

Vielleicht kennen schon einige das Rezept, ich hab jedenfalls das erste Mal davon gelesen und diejenigen, die davon berichtet haben sind schier begeistert über die Wirkung vom selbstgemachten

Kompostbeschleuniger!

Man nehme: 1 Stück Hefe (Ersatzweise 1 Beutel Trockehefe), 8-10 Liter Wasser, 1 kg Zucker

Zuerst die Hefe im nicht zu kalten Wasser auflösen, einige Zeit aufquellen lassen, dann den Zucker darin einrühren bis er aufgelöst ist und dann gleichmäßig über den Kompost gießen. Wenn der Kompost sowieso schon zu feucht ist, dann die Menge dementsprechend verringern.

Durch die Hefe wird bei der Gärung Alkohol, Wärme und CO2 produziert. Es wird dadurch nicht nur die Temperatur erhöht, sondern das CO2 lockert auch den Kompost auf. Dafür benötigt die Hefe Zucker.

Ich probier das dieses Jahr mal aus und mal sehen, ob ich auch so begeistert bin – ich werde Euch davon berichten!

Update Januar 2017: Nachdem ich in der Saison 2016 diesen selbstgemachten Kompostbeschleuniger zwei Mal angewendet habe, muss ich sagen, dass beim Umschichten im November aus den Garten- und Küchenabfällen wunderbare schwarze Erde zum Vorschein kam!

 

 

Rasenschnitt muss nicht in den Biomüll – er kann kompostiert werden!

Wahrscheinlich habt Ihr es schon alle bemerkt, dass die Bio-Container am Eingang manchmal eklig stinken und man mit zu gehaltener Nase schnell dran vorbei gehen möchte. Das ist der Rasenschnitt, der vor sich hin fault, gärt und stinkt!

Damit wir unbelästigt in unsere Gartenanlage kommen können und mehr Platz in den Tonnen haben für den eigentlichen Grünschnitt – nämlich klein geschnittene Zweige, Äste und Heckenschnitt, empfehle ich Euch, Euren Rasenschnitt zu kompostieren.

Wir machen es erfolgreich so:

Nach dem Rasen mähen wird das Gras in den Kompostbehälter geschüttet und mit ein bisschen gröberem Gartenabfall und etwas Sand oder Erde locker vermischt. Dazu braucht man keine Grabegabel, sondern das geht ganz locker mit den Händen. Darauf verteile ich dann Kalk, ab und zu Kompostbeschleuniger und mit Wasser gießen. Nicht zu viel wässern, weil das Gras ja schon sehr viel Feuchtigkeit enthält – nur eben so viel, dass der Kompostbeschleuniger und der Kalk nass geworden sind und ihre Wirkstoffe nach unten sickern können.

Das Material wird normalerweise innerhalb von 2 Tagen heiß und sollte immer wieder begossen werden, damit es nicht austrocknet. Nach ca. einer Woche sollte die Grasmischung abgesackt und verrottet sein. Nun ist wieder Platz für die neue Rasenschnitt-/ Holzhäckselmischung!

Eine zusätliche Möglichkeit den Rasenschnitt zu verwerten ist, ihn dünn auf die Sträucher- und Blumenbeete zu verteilen. Dadurch trocknet der Boden nicht so schnell aus und die Regenwürmer freuen sich!

Übrigens – der Heckenschnitt im Frühsommer eignet sich auch hervorragend zum kompostieren: einfach mit dem Rasenmäher über die feinen Zweige rüber und dieses klein Zerhackte zusammen mit dem Rasenschnitt auf den Kompost!

Viel Erfolg!